2017_06_18_Ausbildung_Lechquellengebirge

· DAV Sekt Mfr

**Dieser Beitrag wurde auf Wunsch von Helmut Reim nicht veröffentlicht und wird es auch nicht in Auszügen.

Unser Ausbilder hat bei einem Training vom Dachverband einen Unfall erlitten, der zeigt, dass mit der Natur nicht zu spaßen ist, und man immer auf der Hut zu sein hat.**

Folgender Bericht erreichte die Geschäfttsstelle am 21.6.:

Hallo Ingo, Dieter und Sektionskameraden,

Ich hatte am letzten Wochenende (Freitag - Sonntag) meinen DAV FÜL/Trainer - Fortbildungskurs auf der Ravensburger Hütte im Lechquellengebirge.
Leider hatten wir mit unserer Gruppe einen alpinen Bergunfall erlitten.
Am letzten Samstag war Alpinklettern an der W-Wand (Wandvorbau) der Roggalspitze angesagt. 
Ich hatte bei dieser Klettertour im SG 4 den Vorsteiger am Standplatz gesichert. In der Kletterroute löste sich in ca. 2300 m Höhe plötzlich ein Felsbrocken und stürzte auf den Standplatz wo ich sicherte und neben mir der DAV-Ausbilder und Bergführer Hermann stand. Hermann und ich wurden vom Felsbrocken getroffen, ich an der rechten Seite am Unterarm und Oberschenkel, Hermann an der linken Seite vor allem mit einer tiefen Fleischwunde an der Hand. Wurden von den restlichen Teilnehmern aus der Gefahrenzone evakuiert und in sicheres Gelände abgelassen.
Notfall-Alarm mit Anforderung eines Helikopters wurde abgesetzt. Nach 30 Minuten landete der Helikopter mit Bergrettung und Notarzt vor Ort, wurden vom Notarzt durchgecheckt und vorsorgt. Wurde mit Seilwindenbergung nach unten zu einer Alm 2050 m ausgeflogen, danach Hermann unser Ausbilder. Gemeinsam wurden wir ins Landeskrankenhaus Bludenz / Vorarlberg geflogen. Wurde mehrfach am Arm und Oberschenkel / Bein geröntgt. Hatte viele Schutzengeln gehabt und keine Brüche davongetragen, nur schwere Prellungen, Blutergüsse und Schürfwunden am rechten Unterarm und Oberschenkel und wurden ärztlich vorsorgt. Hermann musste an der Hand mit mehreren Stiche genäht werden. Spätnachmittags wurden wir (Hermann und ich) aus dem KK wieder entlassen, fuhren mit dem Taxi nach Zug / Lech.
In Zug wartete die Polizei auf uns, brachte uns zur Ravensburger Hütte. Die Polizei wurde eingeschaltet, ein Teilnehmer unserer Gruppe ist bei der Polizei und hatte sie alarmiert. Alle Teilnehmer unserer Gruppe wurden vernommen, die Unfallstelle nochmals per Polizei Helikopter abgeflogen.
Am Sonntag fuhr ein Kamerad meinen PKW nach München wo mich meine Tochter Veronika (mit dem Zug nach München kommend) abholte und mich und PKW nach Hause brachte.
Ja, war ein schreckliches Wochenende bei einem DAV Fortbildungskurs.
Ich habe den Schock gut überwunden, fühle mich physisch und mental gut, hatte keine Albträume und bin vorerst bis Freitag (23.06.) krank geschrieben. Oberschenkel und Unterarm sind z. Zt.schön gefärbt und schmerzen noch…….
Der DAV BGS (Bundesgeschäftsstelle) hat alles Versicherungstechnisches in die Wege geleitet.
Ich versuche (falls ich mit PKW fahren) kann am Samstag auf´s Leitsberghaus zur Sonnwendfeier zu kommen.
Bin seither noch nicht gefahren……
Habe einige Bildern die ein Kursteilnehmer fotografierte drangehängt.
Bis bald wieder……

Viele Grüße

Helmut

fullsizeoutput 1fbafullsizeoutput 1fbdfullsizeoutput 1fc2fullsizeoutput 1fc3fullsizeoutput 1fd2

Text Dieter Schroth und Helmut Reim. Bilder Helmut Reim